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Buenos Aires · 03 Nov 2006 von Dæn

Der Flug war nicht mal so schlimm; ich konnte zwischendurch kurz einschlafen und hatte einen kurzweiligen Sitznachbar, mit dem ich etwas Spanisch üben konnte.
Am Flughafen Buenos Aires Ezeiza angekommen, die Zollformalitäten sind easy, die Immigration auch.
Mit meinen Cash-Euro (Schweizer Franken wären auch OK gewesen) gleich im Flughafen 200 Argentinische Pesos gewechselt. Das Symbol ist $, USD wird hier US$ geschrieben.
Im ersten Moment im Stadtzentrum angekommen, ist der Kulturschock schon etwas gross! Es ist wie New York City in der Rush-Hour, geschäftig, laut, hektisch. 1/3 der Autos sind Taxis, wie in New York. Nur sind die Hochhäuser deutlich niedriger und alles sieht etwas heruntergekommen aus, die Häuser, die Autos…
Es dominiert die koloniale Architektur mit den zehnstöckigen Häusern mit lauter kleinen Balkonen.
Obwohl die Stadt z.T. eng ist (es wechseln sich immer enge Strassen und weite Avenidas ab), hat es immer wieder grosse Flächen mit Parks dazwischen, wo man kurz etwas Ruhe geniessen kann. Anders als in den USA hat es hier sehr viele Cafés entlang den Gehsteigen. Man sitzt hin für eine Viertelstunde und schaut dem Treiben etwas zu. Manche Cafés sind ideal platziert, versteckt in den Häusern oder an einem Park. Andere verdienen die Bezeichnung ‘Strassencafé’ wahrhaftig! Sie befinden sich genau am Gehsteig an einer verstopften Kreuzung im Lärm und Gestank und die Leute müssen quer durch das Café laufen. Überhaupt hat es sehr viele Leute, auch nachts. Vielleicht auch deshalb fühlt man sich hier nicht unsicher, nicht anders wie in jeder Grossstadt der Welt.
Es gibt aber auch ruhigere Quartiere, nicht weit vom Zentrum. Z.B. am Hafen ist es richtig friedlich, die Leute führen ihre Hunde spazieren, es hat Sitzbänke, etc.
Im Moment ist das Wetter frühlingshaft sonnig, ca. 24º und es weht ein Wind vom Meer her. Also ideal, um die Stadt noch etwas zu geniessen und anschliessend morgen per Schnellfähre nach Colonia del Sacramento in Uruguay zu fahren.
Ich hoffe, ich kann bald ein paar Fotos von hier ins Fotoalbum hochladen. Momentan besteht das Problem darin, dass die allermeisten Computer in den Locutorios (Internet Access-Points) nicht mal einen USB-Anschluss haben. Dieser hier hat einen, aber er erkennt meine Kamera nicht. Und booten mit der Linux-Live-DVD, die ich speziell für diesen Zweck mitgenommen habe, gestaltet sich etwas schwierig, wenn der Rechner nur ein CDROM hat…

Nachtrag
Die Rechner in den Internet-Cafes sind nicht wie bei und irgendwelche Pentium Duos mit Turbo und Nachbrenner, sondern meinstens solche, die bei uns als Einsteiger-PC durchgehen würden, also Celeron mit CDROM (noch nirgends DVDROM gefunden) und Röhrenbildschirm. Es gibt hier Händler, die sich auf den Verkauf von Gebraucht-PCs spezialisieren. Das sind dann meistens Pentium II mit CDROM für 100.- , also die, die wir im «Norden» auf den Müll werfen, und genau die stehen dann in den Internetcafes.

Reisetipp
Den besten Wechselkurs haben nicht die blau-weissen Geldwechselstände mit den hübschen Mädchen vor dem Zoll, sondern danach auf der rechten Seite die Banco Nacional. 1 US$ sind 3.04$ (Nov. 2006)
Die Fahrt ins Stadtzentrum macht man am besten per Bus, z.B. Tienda Leon auf der linken Seite nach dem Zoll. Sie verlangen $25 für die Fahrt zum Hafen und $27 für Hafen + Transfer im Minibus zum Hotel in der Gegend, also ca. 10 CHF.

  1. Ist schon geil, Reiseberichte lesen zu können, bzw. dass Du das Zeugs irgendwo auf der Welt reinschreiben kannst und es ist sofort bereit zum lesen.
    Ich nehme an, Du kannst auch E – Mails lesen, oder?

    Gruss, Ruedi


    — Captain Valser    3 November, 17:47    #
  2. Ja, kann ich auch. Mindestens solange mein Server zuhause mitmacht.
    Und wenn nicht, dann unter danguramiATyahooDOTcom, dies ist meine Ersatz-Email


    — Dæn    3 November, 20:08    #
  3. Freude herrscht, dass du gut angekommen bist! Alles hört sich interessant an – nach einem guten Stück Lebenserfahrung das vor dir liegt!
    Gruss Andres


    — Aspi    5 November, 20:44    #
  4. Hallo Andres! Interessant ja, Lebenserfahrung ist dann meistens, wenn was schief läuft, bis jetzt nicht, hoffe dass es so bleibt!


    — Dæn    5 November, 23:04    #
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