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Piriápolis & Punta del Este · 10 Nov 2006 von Dæn

Gestern habe ich einen Ausflug per Bus nach Punta del Este mit Zwischenstopp in Piriápolis gemacht. Vom Busterminal «Tres Cruzes» in Montevideo ging die Route erst zum Flughafen, dann über das Hinterland nach Piriápolis, einen relaxten Badeort, der ein wenig an die Côte d'Azur vergangener Zeiten erinnert. Vom Terminal dort sind es nur ca. 8 min zu Fuss an die Strandpromenade. Da jetzt keine Saison ist, waren die Strassen praktisch leer, ungewohnt für einen Badeort. Das wird sich jedoch bald ändern, wenn ab Weihnachten die Saison beginnt und die Argentinier 2 Monate lang den Ort überrennen.
In Piriápolis hat es sogar ein paar Hügel, die den Ort umgeben - sonst in Uruguay schwer zu finden!
IMG_0136Nach einem üppigen Essen (siehe Bild, merke: der Teller ist oval und die beiden Fleischstücke decken ihn wirklich fast ab), welches inkl. Wein, Kaffee und Trinkgeld 220 Pesos (also etwa 11 CHF) gekostet hat, gings weiter vorbei an der wunderschönen Bucht von Punta Ballena nach Punta del Este, dem Badeort schlechthin für die Upper-Class Uruguays und Argentiniens. Von der Armut, die in Montevideo oft zu sehen ist, keine Spur, der Ort wirkt für Uruguay ziemlich mondæn...!
Verglichen mit dem Kleinstadt-Charakter von Colonia oder Piriápolis ist hier deutlich mehr los, man kann Punta im Prinzip mit einem spanischen Ferienort vergleichen.
Der Ort liegt auf einer Halbinsel, die von einer Küstenstrasse umgeben wird. An der Spitze der Halbinsel hat es hauptsächlich Felsen - man findet dort hie und da eine Mähnenrobbe an der Sonne liegen - links und rechts davon wunderschöne Sandstrände.
Es hat eine lebendige Surferszene hier, zu jeder Zeit befinden sich -zig Surfer im Wasser und warten auf die grosse Welle.
Davon habe ich ein paar kleine AVIs gemacht (nur vom Land aus, die Surfer sind ziemlich klein); sie sind unter «Bilder» und hier:
MVI_0155 / MVI_0156 / MVI_0157

Unter den Bildern hat's auch ein paar von Mähnenrobben. Erst habe ich den Kadaver eines Erwachsenen gefunden; war auch kaum zu verfehlen, denn er stinkt zum Himmel. Dann sah ich ein Jungtier auf einem Felsen sitzen, ging näher, um es zu fotografieren. Es wurde mir schnell klar, dass der Kleine am Sterben war. Warum war nicht zu sehen, aber er war sehr schwach und als ich später wieder an diese Stelle kam, war er weggespült...
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IMG_0177Die dritte Begegnung mit den Mähnenrobben hatte ich im Hafen, wo die Tiere friedlich auf der Bootsrampe schliefen. Aber man sollte bekanntlich keine schlafenden Hunde wecken...
Nach einem kühlen Bier mit einem Namen, mit dem man in Südamerika nicht unbedingt rechnen müsste (solange mir die Schürzenjäger erspart bleiben, geht's ja noch), ging's wieder zurück per Bus nach Montevideo.IMG_0188
Die Busreisen hier funktionieren übrigens hervorragend. Sie sind relativ pünktlich, ziemlich komfortabel und sehr günstig. Die Gesellschaft COT deckt die Linie ungefähr entlang der Küste ab und ist sehr zu empfehlen. Per Bus bekommt man die Landschaft zu sehen, was bei Flugreisen wohl schwieriger ist.
Habe übrigens nun auch in Montevideo einen Ort gefunden, wo ich die Fotos runterziehen konnte! Aber meine Zeit in Uruguay ist bald vorbei; bevor mein Cholesterinspiegel endgültig überschwappt, geht's morgen nach Santiago de Chile!
  1. Soweit ist dän gekommen, isst Fleich und trinkt Zillertaler, wird Zeit, wenn er wieder zurückkommt!

    Gruss, Ruedi


    — Captain Valser    12 November, 14:31    #
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