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Nashville, TN

Bin gestern, nach einer ziemlich schwer ertraeglichen Busreise in Nashville, TN angekommen. Die Reise dauerte 15 Stunden, davon musste ich neun neben zwei dauernd hustenden Müttern mit zwei quengelnden Kleinkindern verbringen, welche zwischendurch auch noch gekotzt haben. Wenn es dann entsprechend riecht, kommt man dann schon an seine Grenzen…

Nashville hab ich mir darum als Reiseziel ausgesucht, weil hier das letzte Nickel Creek Konzert (bis auf weiteres) statt findet und ich ein Ticket dazu habe!

Nashville ist eine mittelgrosse Stadt am Cumberland River und gilt als Mekka für Country-Musik. Die Mehrheit der Country-Stilrichtungen interessieren mich eigentlich nicht, Bluegrass hingegegen, vor allem die progressive Variante, fasziniert mich sehr! Hörprobe hier

Die Stadt ist leider etwas fussgängerunfreundlich (man muss an jeder Kreuzung warten und kommt dann als letzter für 3 Sekunden an die Reihe), deshalb muss man fast für alles den Bus nehmen.

Hier ist das Wetter deutlich kühler; es hat maximal 10-15°C und nachts geht es bis auf 3°C runter.

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New Orleans, LA

Lange Busfahrt, war aber noch OK, denn ich konnte zwischendurch mit paar Einheimischen plaudern. Sie sind sehr nett zu einem lonely Traveller wie mir und sparen natürlich nicht mit Tipps: “Was, du willst nach New Orleans, gerade an diesem Wochenende, oh mann, sieh dich vor, schau, dass du dein Geld immer in der vorderen Hosentasche hast…”
Was er meinte, wurde mir dann später klar: der Tag nach Thanksgiving ist “Black Friday”, DER Shopping-Tag, da ist jeder, der laufen kann, auf den Beinen und geht in die Stadt einkaufen.
Da war natürlich DAS Chaos, extrem viele Leute in Downtown New Orleans.
Vielleicht deshalb kommt die Stadt sehr touristisch rüber: Bourbon Street ist eine (vom Verkehr abgesperrte) Vergnügungsmeile mit einer Bar an der anderen. Überall plärrt Musik aus den Bars, Bier für $1 erinnert stark an Ballermann, viele Betrunkene torkeln (und kotzen) in der Gegend rum.
Verlässt man aber diese Gegend, so bietet sich einem eine sehr hübsche Stadt mit vielen klassischen Gebäuden, wo meistens Shops drin sind, denn auch der Rest von Downtown lebt fast nur vom Tourismus.
Eine pulsierende Ader (neben der Bourbon Street) ist die Canal Street, eine abgespeckte Version des “Strip” in Las Vegas (Sogar ein Casino hat’s hier).
Südwestlich der Canal Street läuft nicht mehr viel, nordöstlich ist das French Quarter, das Herz von New Orleans. Geht man noch weiter nordöstlich (entlang “Decatour”), gelangt man zur Frenchman Street, dort sind die Clubs und Bars, die nicht auf Touristen aus sind, wo auch die Locals hingehen.
Die Innenstadt hat sich vom Hurricane Katrina im Jahr 2005 grösstenteils erholt. Anders sieht es in den Aussenbezirken aus, da ist offenbar nur etwa die Hälfte der Bewohner wieder zurückgekehrt.
Leider hab ich kein optimales Wetter erwischt; es ist bewölkt, aber wenigstens ist es nicht kalt, 20 Grad…
Morgen geht es weiter nach Nashville, TN, nochmals eine 14 Stunden Busfahrt…

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Austin, TX

Herrliche Stadt, easy, relaxt, erinnert mich fast an San Diego, fehlt nur die Meeresküste, aber der Colorado River tut’s zur Not ja auch…
Austin ist die Hauptstadt von Texas, hier also haben die Bushes ihre Zeit als Governor verbracht! Dass der jetztige Bush auch hier nicht mehr so beliebt ist, wie er mal war, habe ich spätestens dann bemerkt, als ich eine G. W. Bush Voodoo Doll im Schaufenster entdeckt hatte. Also sogar hier würden sie ihm offenbar am liebsten eine dicke Nadel in den A… stecken!!!
Austin hat eine wirklich coole Vergnügungsmeile namens 6th Street, wo sich eine Kneipe an die andere reiht. Klar, dass es mir hier nicht grossartig langweilig wird!
Aber auch sonst ist es ein sehr besucherfreundlicher Ort, es fahren überall Busse hin und der historische Bus namens ‘Dillo (abgekürzt von Armadillo = Gürteltier) ist sogar gratis. Man steigt ein und kriegt eine kostenlose Stadtrundfahrt. Allerdings klappern und rütteln die alten Wagen gehörig!
Auch über das Wetter kann ich nicht klagen, gestern hatte es 28 Grad und das Ende November!!! Ich möchte nicht wissen, wie das im Juli hier abgeht, wahrscheinlich 45 Grad oder so…
Morgen gehts per Greyhound nach New Orleans, 12 Stunden Bus, wird sicherlich lustig…!?!?!?

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Landung in Dallas

Lockerer Flug, extrem stressiges Umsteigen in Philadelphia (so knapp hab ich noch nie einen Anschluss erwischt; bin 10 min. durch das Terminal gerannt, um schliesslich als letzter einzusteigen. Hinter mir ist dann gleich die Tür zugeklappt…).
Das Problem ist, dass die Flughäfen der Ostküste extrem überfüllt sind. 30 min Anstehen für die Immigration, dann Zoll, der ging schnell, dann 50 min. für die Sicherheitskontrolle plus der Weg durch das Terminal, da reicht eine Umsteigezeit von 90 min nur sehr knapp…
Jedenfalls bin ich nun in Downtown Dallas, der Stadt der Ölbarone und wo 1963 Pres. Kennedy erschossen wurde. Die Stadt ist grossflächig angelegt, die Strassen weit und man hat viel Platz, genau das was ich mag. Die Temperaturen sind morgens 10, nachmittags 20 Grad und es ist ein Mix aus Sonnenschein mit etwas Bewölkung.
War gestern im JFK Sixth Floor Museum, eine Ausstellung mit vielen Details über die Vorfälle des 22. Nov. 1963 in Dallas, sehr interessant!
Heute gehe ich mal die Bustickets nach Austin und New Orleans organisieren, ich hoffe, das macht nicht allzuviel Probleme, denn hier ist nächstes Wochenende Thanksgiving!

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Reiseroute Südstaaten USA 2007

Dies war meine Reiseroute als Google-Map

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De vuelta a casa

Rückflüge sind eben leider nicht so motivierend wie Hinflüge, die Stimmung eher gedrückt, aber alles im Bewusstsein, mit Bildern und Erlebnissen zurückzukehren, die eben “priceless” sind!

Nach 5 Tagen Viña del Mar/Valparaíso (mit Tagesausflügen nach Reñaca und in die Fischerstadt San Antonio) war ich am Ende nochmals 3 Tage in Santiago, hab mir die Stadt nochmals genauer angeschaut, war im Zoo, an einem Konzert für alte Europäische Musik mit Laute und so :¬) und natürlich das obligate Shopping am Ende eines Trips bevor man den Rückflug antritt.

Nun bin ich wieder zuhause und es ist ein kleines Fazit angebracht:
Ich bin in diesen 3 1/2 Wochen mehr marschiert als im gleichen Zeitraum in der RS; praktisch jeden Tag 3-4 Stunden, allerdings mit deutlich weniger Packung :¬)
Dabei habe ich viel gesehen und denke, ich habe nun den Groove dieser Länder einigermassen spüren können.

Positiv aufgefallen:

  • Relativ sichere, angenehme Reiseländer
  • Die Schönheit und Unangetastetheit der Natur
  • Die Freundlichkeit (auch gegenüber Gringos wie mir), Ehrlichkeit und Gelassenheit der Leute
  • Busfahren ist easy und man kommt überall hin. Kein Mietauto nötig
  • Sehr preisgünstig
  • Santiago ist wirklich cool! Eine Stadt mit hoher Lebensqualität, wie z.B. Zürich

Weniger positiv:

  • Kein Geld in Uruguay: Es wird fast nirgends gebaut, nurmehr zusammengeflickt
  • Die Personendichte in Chile
  • Die “Schnorrer” im Zentrum von Santiago
  • Die Auto- und v.a. Bus-Dichte in den Städten -> Lärm, Hektik
  • Die Hotelpreise sind nicht viel tiefer als in Spanien, nur sind die Zimmer deutlich schlechter!! ...und das angebotene Frühstück war nur in sehr wenigen Fällen ein Genuss! (altes Brot, schlechter Kaffee, abgefuckte Butter)

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Reiseroute Südamerika 2006

Dies war meine Reiseroute als Google-Map

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Valparaiso & Viña del Mar

Inmitten von Hügeln, die eine runde Meeresbucht umgeben liegen die beiden mittlerweile zusammen gewachsenen Schwesterstädte mit zusammen etwa 500’000 Einwohnern. Die Stadtzentren sind ca. 6 km voneinander entfernt.
Ich bin im Moment in einem Hotel in Viña, einem mondænen Badeort mit vielen Luxushotels auf eher flachem Boden, weil man hier noch ruhige Hotels finden kann. Im Gegensatz dazu ist Valparaiso «älter» und die Häuser liegen gestaffelt den Hügeln entlang angeordnet; nur wenige Strassen befinden sich auf einem flachen Streifen vor der Küste und dort hat’s dann auch Verkehr zum Abwinken. Dort ist es laut, stinkt nach Busabgasen und es wird oft gehupt, wobei in Chile das Hupen meistens nicht dem Verkehr gilt (langes Hupen), sondern den jungen Damen, die auf dem Gehsteig spazieren (kurzes, mehrfaches Hupen).
Die Region hat eine moderne Metro, die Valparaiso mit Viña und weiteren Orten verbindet.
Alles in allem ist es hier sehr angenehm, mit der genannten Ausnahme nicht besonders laut und hektisch, sondern eher relaxt.
Ich werde mich hier für ein paar Tage einnisten und einige Tagesausflüge in die Nachbarschaft machen.

Reisetipp
In Viña sind die Hotels in dieser Zeit (Vorsaison) im Durchschnitt zu 70% ausgebucht, wobei es Wochen gibt, wo es 100% sind. In meinem Fall musste ich mehrere Hotels abklappern, um noch ein Zimmer zu kriegen.
Vorreservation ist hier also empfehlenswert!

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La Serena / Coquimbo

Eine Busfahrt von 7 Stunden hats in sich, aber man bekommt dabei viel zu sehen. Vor allem wenn es sich dabei um die chilenische Küste handelt, sie ist wirklich der Hammer. Haufenweise menschenleere Sandstrände (sie füllen sich erst in den Sommermonaten Januar und Februar, wenn die Menschen mit dem Bus einen Tag am Strand machen), wunderschönes, tiefblaues Meer. Die Fahrt von Santiago nach La Serena steht an Schönheit der auf dem kalifornischen Highway 1 um nichts nach!
La Serena / Coquimbo sind zwei Nachbarstädte, ca. 500 km nördlich von Santiago, an der Küste gelegen. Sie haben zusammen ca. 200'000 Einwohner.
La Serena ist eine weitläufig angelegte Stadt mit flachen Gebäuden (Erdbebenzone, wie ganz Chile). Sie liegt nicht ganz direkt am Meer, sondern ca. 1 km im Landesinnern. Sie ist de zweitälteste Stadt Chiles und hat viele alte Gebäude, Kirchen etc.
Wohl deshalb ist hier der Tourismus sehr stark ausgeprägt, es ist mir fast ein wenig zuviel. Da die Strassen nicht verkehrsfrei sind, kämpfen (die sehr zahlreichen) Fussgänger und der Verkehr ständig miteinander, es ist eng und nervig.
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Gestern war ich deshalb in Coquimbo, der Schwesterstadt. Es ist eine Hafenstadt, mit Fischmarkt und so. Die Gebäude sind einer bergigen Halbinsel entlang gebaut und alle etwas heruntergekommen, mit improvisierter Stromverkabelung. Die Toiletten sind alle abgefuckt und stinkig. Aus den Bars dröhnt Latin-Musik aus den Lautsprechern; hier fühlt man sich richtig in Südamerika!
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Aber eben, dieser Groove ist nicht das, was ich anregend finde, deshalb steckt das Ticket nach Viña del Mar schon in der Tasche und heute geht's per Bus dorthin.
Gestern nacht war ich noch im Landesinnern in einem Observatorium. In dieser Gegend sind die Voraussetzungen für Observatorien weltweit am besten, da sehr wenige Schmutzpartikel in der Luft vorhanden sind, die die Sicht beeinträchtigen, und deshalb der Himmel jeweils kristallklar ist.
Man kann durchs Teleskop schauen und sieht dann eben die Details der Sterne und Nebulæ erst richtig. Nur schon den Sternenhimmel von Auge in dieser Klarheit zu betrachten, war eimalig! Die Sternbilder sind hier auf der Südhalbkugel natürlich andere, als wir bei uns kennen, also auch von daher eine einmalige Angelegenheit!
Bilder vom Observatorium oder den Sternen habe ich keine, meine Kamera gibt sowas nicht her. Nur vom Teleskop eins hier

Reisetipp
Es ist nicht einfach, in La Serena ein Hotel zu finden. Die paar wenigen sind fast alle am Strand und somit über 1 km von der Stadt entfernt. Ich hatte hier kein Hotelzimmer, sondern ein Zimmer von einem Privatvermieter, der mich beim Busterminal angesprochen hatte. Es war für US$10.- dann auch sehr günstig, man hatte dafür kein eigenes WC/Dusche und musste selbst den Gasofen fürs Warmwasser anwerfen, wenn man duschen wollte.

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Von Montevideo nach Santiago

Bin nun in Santiago de Chile angekommen und ich muss feststellen, dass der Kontrast zu Montevideo massiv ist!
Erstens die Leute: In Uruguay wurde ich eine Woche lang kaum behelligt, die Leute dort sind eher zurückhaltend im Kontakt mit Fremden. Hier in Santiago versuchen einem immer wieder irgendwelche Leute etwas aufzuschwatzen. Beispielsweise am Flughafen, wenn’s um den Transfer in die Stadt geht oder in Santiago im Park kann es vorkommen, dass junge Leute, die sich als Studenten ausgeben, mit dir easy Smalltalk beginnen, sich sozusagen als Kumpel darstellen, um dann später mit einem finanziellen «Wunsch» hervorzukommen, man sei ein armer Student, etc.
Aber dies hat natürlich vor allem damit zu tun, dass das Zentrum von Santiago sehr touristisch und somit eine ideale Brutstätte für solches Verhalten ist! Womit wir beim «zweitens» wären:
Die Stadt: Nach dem verarmten, lauten, engen Montevideo ist diese Stadt herrlich sauber, leise (relativ) und weit. Überall Parks, Fussgängerzonen – es ist etwas los – Band spielen in den Parks, die Wände sind übersät mit Plakaten von kulturellen Angeboten – etwas, was in Uruguay überhaupt nicht vorhanden war!

Heute versuche ich, mich hier mal etwas einzuleben! Obwohl für heute 25º und sonnig vorhergesagt ist, ist das Wetter momentan leider nicht optimal; es ist trüb und nieselt…

Reisetipp
Vom Flughafen gelangt man problemlos per Bus in die Innenstadt.
Nach dem Verlassen des Terminals gibt es Bushaltestellen, wo regelmässig Busse in die Stadt vorbeikommen. Sie fahren nicht ganz bis ins Zentrum, aber alle fahren zur wichtigsten Strasse der Innenstadt, der Avenida O’Higgins, im Volksmund ‘Alameda’ genannt. Von dort steigt man in die (rote) Linie 1 der Metro (kostet 370/460 Pesos, je nach Uhrzeit), welche der Alameda entlang fährt, und fährt noch ein paar Stationen in Richtung «Escuela Militar» z.B. bis «Baquedano». Letztere Station ist bei der Avenida Vicuña MacKenna, also an einer guten Stelle, um die Stadt zu besichtigen oder ein Hotel zu finden.

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